7B im Parlament

Ein Besuch der 7B bei NR-Präsident Spindelegger u.a.m...

 

Parlamentsbesuch - Exkursion der 7B
 
 

 

Wussten sie schon?
 

historischer Sitzungssaal des
Abgeordnetenhauses
Ø …, dass das Parlament bis 1918, in zwei Häuser, das Abgeordnetenhaus und das Herrenhaus geteilt war, wobei diese beiden Häuser die große Säulenhalle teilte?
Ø …, dass wegen der guten Akustik im historischen Sitzungssaal sog. Klappenpulte verwendet wurden, um sich Gehör zu verschaffen?
Ø …, dass im Nationalrat die Abgeordneten nach Wichtigkeit bzw. Bedeutung für die Partei angeordnet sind?
Ø …, dass die Größe des Büros im Parlament von der jeweiligen Klubstärke abhängt?
 
 

 

Schüler der 7B mit Prof. Streicher und Prof. Pröbstl im Parlament
 

Gruppenbild mit Dame
(zwar nicht Pallas Athene, aber
Muse re Prof. Pröbstl
 
Am 6. Februar 2008 machte die 7B einen, durch Frau Prof. Pröbstl und Herrn Prof. Streicher, ermöglichten, Parlamentsbesuch mit anschließender Fragestunde mit dem zweiten Nationalratspräsidenten Herrn Dr. Michael Spindelegger. Zu Beginn wurden wir durch die langen Gänge, des 200 Millionen teuren und von 1874 – 83 unter Franz Joseph erbauten Parlaments zu einem der 12 Ausschusslokale geführt. Nach kurzer Erfrischung durch Orangensaft und Mineralwasser kam auch schon Herr Dr. Spindelegger, welcher unglücklicherweise gerade eine Sitzung zu leiten hatte, weshalb ihm nur dreißig Minuten zur Verfügung standen, um unsere Fragen zu beantworten. Einleitend erläuterte er seine politischen Ziele und die Aufgaben seines Amtes und was er gegenüber seinen Vorgängern in seiner Amtsperiode besser machen wollte. Ein großes Ziel von Dr. Spindelegger ist „Die Öffnung des Hauses“, soll heißen, dass die Politik Jugendlichen und Neo-Wählern näher gebracht werden soll, um sie mehr dafür zu begeistern. Außerdem setzt er sich stark für den Vertrag von Lissabon ein, welcher der EU eine einheitliche Struktur geben soll und den Vertrag über eine Verfassung für Europa ersetzen soll.
 
Unsere erste Frage galt der Nebenjobdebatte und der Offenlegung der Einkommen der Politiker. Dr. Spindelegger war zwar der Meinung, dass diese offen gelegt werden sollten, das aber zu möglicher Neidgenossenschaft und somit zu Entrüstung unter der Bevölkerung führen könnte, mit der Einstellung, dass Politiker nur ins Parlament gehören.
 
Weiters kam die Frage nach der mangelnden Anwesenheit der Abgeordneten, während mancher Plena auf, die nach Dr. Spindelegger auf die lange Sitzungsdauer zurückzuführen ist. Manche dieser Versammlungen können bis zu einem halben Tag andauern und dass das an der geistige Konstitution nagt, ist wohl vorauszusehen. Deshalb nehmen viele Abgeordnete Pausen oder verlassen aufgrund von parteiinternen Besprechungen den Saal. Sehr selten ist es die mangelnde Disziplin.
 
Zur Stellung von Österreich in der EU äußerte sich Dr. Spindelegger, dass Österreich jetzt mehr Möglichkeiten habe, als vor ein paar Jahren. Die durch die Erweiterung der EU bzw. durch die Öffnung der Grenzen entstandenen Chancen, müssen bzw. werden bereits genutzt. Man versucht eine regionale Partnerschaft, sozusagen ein Netzwerk zwischen den Beitrittsländern zu erzeugen, um eine gemeinsame Linie für diesen Raum zu finden. Speziell in den Belangen Geld und neue Projekte ist dies wichtig, so ist schon jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich vom Export abhängig.
 
Außerdem betonte Dr. Spindelegger die Annäherung der Politik an die heutige Jugend. Ihm sei es wichtig, dass Jugendliche schon ab 16 in die Politik eingebunden werden. Auch setzt er sich stark für die letztes Jahr eingeführte „Demokratiewerkstatt“, welche Kindern Möglichkeiten geben soll, aktiv zu sein und Demokratie spielerisch zu erproben.

Gespannte Aufmerksamkeit:
unsere eigene „Nationalratssitzung“
 
 
Nach diesem interessanten Gespräch erwartete uns noch eine Führung durch das Parlament, welche uns über den Nationalrat, durch den Bundesrat in den historischen Sitzungssaal führte.
Wir erfuhren etwas über Aufteilung der Politiker im Nationalrat, sowie im Bundesrat, bekamen ein paar geschichtliche Details zu hören und machten einen kleinen Vergleich zum deutschen System.
Im Vergleich zu diesem, hat der Bundesrat nur sehr wenig Einfluss, da er gegenüber dem Nationalrat nur ein aufschiebendes Vetorecht besitzt.
Der historische Sitzungssaal wird hingegen nur mehr für die Angelobung des Präsidenten oder für Kriegserklärungen genutzt.
 
Nach diesem, doch recht aufschlussreichen Vormittag musste die Klasse dennoch wieder in die Schule zurückkehren, um noch eine letzte Stunde Psychologie zu genießen.