Griechisch-Olympiade 2012

Liebe...

 
ist nicht nur ein Thema der Sexualerziehung. Liebe – griech. „Eros“ – ist die Symptomatik des Haben-Wollens und schwer Behalten-Könnens, und zwar auf das Schöne gerichtet. So gut wie jeder macht die Erfahrung mit dem schönen Partner; der vergeistigte Mensch hört nach Platon jedoch nicht auf, nach dem Schönen zu suchen, und entdeckt die oberste Idee davon schließlich als umfassenden Begriff, der auch die schönen Emotionen, Gedanken und Konzepte mit einschließt.
Und wie können wir das Schöne doch auf Dauer behalten? indem wir es weitergeben. Die einen an ihre Kinder von schönen und geliebten Partnern, die anderen darüber hinaus noch durch die Weitergabe ihrer schönen Geisteskinder.
Platon gebiert aus seinem Kopf die Idee, Kloster Suceviţa (Rumänien), Fresko
 
Unsere Vorstellung vom Schönen – nicht zuletzt in der Bildung – geben wir Lehrer an unsere Schul-Kinder weiter, damit sie geistig in ihnen weiterlebt und nicht mit uns endet. So wie wir zuvor schon körperlich durch unsere leiblichen Kinder weiterleben.
Das ist der Zentralbegriff der platonischen Liebe, und in der ständigen Suche nach dem Schönen geben wir ihn auch in der Olympiade der klassischen Bildungssprachen weiter.
Und sie lebt:
2012 errang der Kandidat unseres Griechisch-Olympiadekurses an der AMS, Gastschüler Jakob Gstach vom AKG, wienweit den ersten Platz und wird somit unser Bundesland bei der Bundesolympiade 2012 in Güssing vertreten.
WIR GRATULIEREN HERZLICH!
…und sie lebt fort, die Idee des SCHÖNEN.
Mag.V.Streicher
Latein- und Griechischolympiade AMS
und Gesamtleitung Wien